Corona-News 4. Woche

10.04.2020 – „Karfreitag“

Verrat. Verhaftung. Folter. Kreuzigung. Verzweiflung. Das Leiden hat begonnen, durch den Verrat. Judas hat Jesus verraten. Der Tod scheint das Ende. Die Schuld unendlich. Die Würde bleibt.

Worte die verletzen. Worte die nicht gesagt werden sollten und wollten. Taten die zerstören. Gesten die schmerzen. Leere und Angst. Trauer und Wut. Lieblosigkeit.

Schuld erkennen. Benennen was war. Bereuen. Erkennen. Um Hilfe bitten. Auf offene Arme hoffen. Zumuten.

Los lassen.

Ein Lied das hilft. Ein Lied das erzählt: 

Vergebung ist Heilung – für beide Seiten. Für Opfer und Täter. Schon im Kleinen passiert es uns, dass wir Worte sagen die wir nicht sagen wollen. Das wir anklagen, unerbittlich. Das wir laut werden, lauter als nötig. Das wir Unrecht tun an unserem Partner, unserer Partnerin, unseren Kindern, den Kollegen. Gerade in der aktuellen Lage sind Situationen schneller überreizt, erhitzt, Worte fallen die nicht fallen sollen – der Druck wurde zu groß, der Dampf im Kessel brauchte ein Ventil. Und dann ist es passiert. Scham und  Hilflosigkeit haben nun die Oberhand – dann wenn der Druck raus ist. Nun braucht es Heilung. Vergebung ist Heilung – Heilung der Seele. Gott selbst ist dabei an unserer Seite. Er kennt uns, wir brauchen uns nicht zu verstecken. Gott sieht uns. Gott hofft auf Erkenntnis um eine Veränderung unseres Handelns zu bewirken. Was ist passiert und was können wir nächstes mal anders machen? Wie verändere ich meinen Anteil? Wie trete ich verhalte ich mich das nächste mal friedlicher? Um Vergebung bitten. Mein Gegenüber und mich selbst. Gott ist bei uns beiden – hält unsere Würde geborgen in seinen Händen.

Es tut gut – zu verzeihen und Vergebung zu erleben.

Wir brauchen nur zu bitten.

Gott hört zu.

Gott ist da.

Jetzt.


09. April 2020 „Das letzte Ma(h)l“

last-supper-2606046_1920Gründonnerstag. Der heutige Tag, ist auf den letzten gemeinsamen Abend der Jünger mit Jesus zurück zu führen. Jahrhunderte lange Traditionen haben sich um diesen Tag mit seiner Geschichte herum aufgebaut. Alleine die Namensgebung ist vielschichtig – vier verschiedene Mythen ranken sich darum.

Er ist der erste Tage der nun folgenden viertägigen Osterfeierlichkeiten. Traditionell feiern wir an diesem Tag gemeinsam Abendmahl in einem Gottesdienst. Wir erinnern uns an den letzten Abend der Jünger mit „ihrem“ Jesus. Wir feiern das Abendmahl, wie Jesus es den Jüngern damals gezeigt hat. Wir teilen Brot und Wein als Zeichen der Versöhnung, der Gemeinschaft, des Friedens und der Hoffnung.

In diesem Jahr ist das anders. Wir können nicht gemeinsam Gottesdienst feiern. Wir können nicht miteinander das Abendmahl teilen. Vielleicht haben wir aber gerade heute ein besonders großes Bedürfnis nach den vergangenen Wochen der sozialen Distanzierung. Vielleicht haben wir gerade heute das Gefühl, dass wir die Gemeinschaft, die entfernten Verwandten, die langjährigen Freunde mehr brauchen als zuvor. Vielleicht fällt es uns gerade heute besonders schwer, allein zu sein.

Meine Idee:

Deshalb habe ich mir folgendes überlegt. Wir könnten ein „Agape-Mahl“ (ein Abendessen der Nächstenliebe) ins Leben rufen, an dem jeder teilnehmen kann.

Was ein Agape-Mahl ist? Es ist ein Essen in einer (virtuellen) Tischgemeinschaft, das darauf ausgelegt ist, bewusst miteinander zu essen und zu trinken. Neben dem leiblichen Wohl wird auch die Seele gestärkt. Indem man einander aufmerksam zuhört, sich Zeit nimmt für das Essen und für die Gespräche ist es etwas längeres Essen, das Leib und Seele nähren kann.

Wie das geht? Zum einen bekommt ihr einen Leitfaden für die „Agapemahl-Feier“, zum anderen könnt ihr als  Familie oder mit Freunden über einen Video-Chat zum gemeinsamen Abendessen einladen. Gerade wer allein zu Hause ist, ist dazu aufgerufen es auszuprobieren. In manchen Reihenhaussiedlungen ist auch ein Agapemahl über den Gartenzaun hinweg möglich (gemeinsam am Gartenzaun essen – mit entsprechendem Mindestabstand).

Probiert es aus – habt Mut zu etwas „anderem“! Ich bin mir sicher, es lohnt sich!

Was ihr braucht? Etwas zu Essen und zu trinken Einen Partner/eine Partnerin (eben auch per Video-Chat). Drei Kerzen (können auch Teelichter sein) Den Psalm 23 für jeden um lesen.

Agapemahl Gründonnerstag zum download Ich wünsche euch viel Freude und einen schönen Abend! 

8. April 2020 „Ei.Ei.Ei!“

easter-nest-2164822_1920Ostern steh vor der Türe und es gibt so einige Rituale und Traditionen die wir auch in diesem Jahr pflegen können. Zum Beispiel das Ei – das bunte, hübsche, allen bekannte Osterei.

Doch was es eigentlich damit auf sich?

Hat Jesus vielleicht gerne Eier gegessen, weshalb auch wir heute Eier essen? Oder legen die Hühner im Frühling besonders viele Eier, dass wir sie färben müssen? Fragen über Fragen – und hier gibt es die Antworten: https://www.geo.de/geolino/mensch/3690-rtkl-ostern-bunte-eier-warum-eigentlich

Jetzt haben wir alle mächtig Zeit und können gute, alte Traditionen wieder mit Leben füllen.

Deshalb habe ich euch mal zwei Anleitungen rund ums Ei raus gesucht.

Wieder klicken und los gehts!

https://www.geo.de/geolino/basteln/zu-ostern-ostereier-natuerlich-faerben

https://utopia.de/ratgeber/ostereier-bemalen-kreative-ideen/

Viel Spaß und viel Eierei wünsche ich euch! Bleibt behütet! Eure Tina


07. April 2020 – Ein Traum. Ein Ziel. 1000 Menschen.“ 

Es war Fabia Zaffagini – ein Italiener aus der Stadt Cesena. Er hatte nach 18 Jahren den Traum, dass seine Lieblingsband endlich wieder in seiner Stadt auftreten sollte. Doch was tun um die amerikanischen Musiker zu einem Europakonzert zu überreden?

Ein Jahr später: 40.000 Euro Spenden, 266 Sänger, 155 Bassisten und 250 Schlagzeuger auf einer Wiese vereint! Und dann entstand Gänsehaut pur – denn gemeinsam performen sie „Lern to fly“ – das beliebteste Lied der „Foo Fighters“. Wer dieses Video ansehen sollte? Chris, Pat, Nate, Taylor und Dave Grohl – die „Foo Fighters“ höchst persönlich. Es war die direkte und wohl originellste Einladung an die Band, ein Konzert in Cesena zu spielen.

Seht selbst was passiert ist: https://www.youtube.com/watch?v=JozAmXo2bDE

Gemeinsam können wir Menschen viel bewegen, denn wir sind durch unser Bewusstsein und die Fähigkeit Erkenntnisse zu gewinnen in der Lage, Ziele und Träume wahr werden zulassen – und seien sei noch so verrückt! Was wir dazu brauchen ist Mut, Geduld, Empathie und Bildung!

Der Titel des Liedes „Learn to fly“ inspiriert uns, Dinge nicht als gegeben hinzunehmen, sondern über uns selbst hinaus zu wachsen, Neues aus zu probieren und eben auch zu scheitern – wenn es sein muss. Wir sind nicht dazu geboren um statisch einem vorgefertigten Lebenslauf nachzujagen, sondern wir sind geboren um das Leben zu erfahren. Dazu gehört auch Neues zu Leben, eigene Ziele zu entwickelt, verrücktes umzusetzen und hin und wieder „daneben“ zu liegen. Schon Paulus, aus der Bibel, sagte: Steh wieder auf, schüttle den Staub aus deinen Kleidern und setzte deinen Weg fort!

In diesem Sinne, lasst euch von der aktuellen Lage nicht einschüchtern, sondern seid mutig und wachst über euch selbst hinaus,  lernt Dinge die euch weiter bringen und eure Persönlichkeit reifen lassen! In all dem seid behütet!

Alles Liebe, Eure Tina

PS: Hier findet ihr die Lösung zum Rätsel von gestern… Emoji Bibel-Rätsel mit Lösungen
06. April 2020 „Rätsel Raten – tun wir das nicht alle gern?“

Heute bekommt ihr ein Rätsel von mir. Welche biblische Geschichte verbirgt sich hinter den Symbolen, wenn ihr sie nacheinander interpretiert und addiert?

Los gehts:

1. 🧔🏾👧🏾🌳🍎😳💀👗👖 2.💪❤💃💇🏾‍♂⛔😡☠ 3. ⛵🏊🐋🙏🏰📣🌴 4. 🐑🚶🎼🎸💂🇮🇱👑 5. 🔟🐸🌘👣🐜💀🆓 6.✋💦🙏🔥🐃☁☔ 7. 🙏🚼😴📣😳👴🏻👂 8. 👳🚸🔪👤🗻✋🐑 9. 👦👴💰🍺😩🐖🐖 10. 🙏🔚👑⤵️🦁🦁🆙 11. ⭐🐪🚶🏾🚶🏼🚶🎁🎄🌇 12. 🚢🐃🐃🐓🐓💦🌈 13. 😡🐎💥🤩🧳🔒✒ 14. ⛵🧔🏽👣🌊😱🤝⛵ 15. 🧔🏽🐴🌿➡🏙 16.👩🏻😭🚫👶🏼🙏🏻🤰🏻👦🏼

Die Auflösung kommt morgen!

Nun wünsche ich euch allen eine guten Start in die Ferien oder in den Urlaub.

Alles Liebe – bleibt behütet, Eure Tina